EcoPass3D

Motivation und Bedarf

Der Digitale Produktpass (DPP) der EU sollte nicht als bloße regulatorische Bürde wahrgenommen werden. Vielmehr bietet er Chancen, neue Wertschöpfungspotenziale zu erschließen, indem die im DPP enthaltenen Attribute (z.B. CO2-Fußabdruck, Energieverbrauch, Demontierbarkeit) in Form von nachhaltigen Geschäftsmodellen wirtschaftlich verwertet werden.

Im InvestBW-Projekt EcoPass3D machen wir es uns als Konsortium aus Forschungs- und Industriepartnern (WITTENSTEIN SE, Tecosim GmbH, ISG Industrielle Steuerungstechnik GmbH, WEISS GmbH, Fraunhofer IAO & Fraunhofer IBP, Universität Stuttgart IAT, ISW, IABP sowie VDMA BaWü (assoz.)) zur Aufgabe, Geschäftsmodellpotenziale mit dem DPP zu identifizieren.

Ziel und geplantes Ergebnis

Gesamtziel des Projekts EcoPass3D ist die Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle auf Basis Digitaler Zwillinge. Im Rahmen von drei Anwendungsfällen werden nachhaltigkeitsbezogene Produktinformationen wie Energieverbrauch, Demontagepläne für die Produktkreislaufführung sowie der Product Carbon Footprint modellbasiert und simulativ generiert und daraus Energieeinspar-, Kreislaufführungs- sowie Emissionsreduktionspotenziale erschlossen. Die Produktinformationen sollen in einen technisch zu spezifizierenden übergabefähigen Datensatz – eine mögliche Ausprägung des Digitalen Produktpasses – fließen, damit sie potenziellen Akteuren im Wertschöpfungsnetzwerk bereitgestellt werden können.

Anwendungsfälle im Projekt

EcoFootprint
Modellbasierte Berechnung des Product Carbon Footprints von Antriebssystemen unter Verwendung von Methoden der Ganzheitlichen Bilanzierung zur Bestimmung von Emissionsreduktionspotenzialen.

EcoCommissioning
Automatisierte Berechnung des Energieverbrauchs von Maschinen und Anlagen im Zuge der virtuellen Inbetriebnahme zur Bestimmung von Energieeinsparpotenzialen.

EcoDisassembly
Simulation automatisierter Demontageprozesse von Automobilbaugruppen auf Basis vorhandener CAE-Modelle zur Steigerung der Kreislauffähigkeit einzelner Komponenten.