Arbeitskreis »Ganzheitliche Produktionssysteme«

Einführung und Betrieb von Ganzheitlichen Produktions-systemen (GPS) für den Mittelstand

Potenziale von GPS

Die konsequente Umsetzung von Ganzheitlichen Produktions­systemen (GPS) ermöglicht Unternehmen erhebliche Produktivi­tätssteigerungen. Darüber hinaus erreichen die meisten Produktionsbetriebe durch die Einführung von GPS deutliche Verbesserungen bezüglich der Termintreue und der Qualität. Um diese Potenziale aufzudecken und in mittelständischen Unter­nehmen zu aktivieren, ruft das Fraunhofer IAO einen Industrie­arbeitskreis ins Leben, der bei der Einführung und Verbesserung eines Produktionssystems in Ihrem Betrieb unterstützen soll.

Ziel und Nutzen des Arbeitskreises

Der Arbeitskreis bietet den teilnehmenden Unternehmen Gelegen­heit, GPS­Methoden wie Kanban, 5A, U­Linien sowie Vorgehens­weisen zur GPS­Einführung kennenzulernen. Die verschiedenen gastgebenden Unternehmen zeigen den Stand ihres GPS, anschlie­ßend werden im Arbeitkreis mögliche Verbesserungen diskutiert. Angeleitet durch Expertinnen und Experten des Fraunhofer IAO, arbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer damit gemeinsam Anregungen und Methoden heraus, die zu ihrem eigenen Betrieb passen.

Ablauf der Arbeitskreise

Der Arbeitskreis kommt in regelmäßigen Abständen (ca. alle drei Monate) zu einem eintägigen Treffen zusammen. Geplant sind ca. acht Arbeitskreistreffen, die Termine werden nach vorheriger Ab­stimmung festgelegt. Die Arbeitskreistreffen finden jeweils in einem der teilnehmenden Unternehmen statt. Das gastgebende Unternehmen präsentiert im ersten Teil des Termins den Stand seines Produktionssystems. Bei der Präsentation und der Produktionsbesichtigung werden Lö­sungen, Besonderheiten und Tools sowie die gesammelten Erfah­rungen vorgestellt. Im zweiten Teil werden Lösungen, Beispiele und Erfolgsfaktoren zum jeweiligen, vorher vereinbarten Themen­schwerpunkt präsentiert und erarbeitet. Das Projektteam des Fraunhofer IAO plant, organisiert und mode­riert die einzelnen Treffen und bringt neueste wissenschaftliche Ergebnisse aus der Forschung mit ein.

Die konkreten Themen werden im Rahmen des Auftakttreffens gemeinsam festgelegt. Zu den möglichen Schwerpunktthemen zählen:

1. GPS-Methoden

  • Prozess­ und Arbeitsorganisation (z.B. Gruppenarbeit, Mini­Factories)
  • Logistik (z.B. Kanban, U­Linie, SMED – kurze Rüstzeiten)
  • Robuste Prozesse (z.B. Pareto­Analyse, Qualitätsregelkarte, TPM)
  • KVP (z.B. PDCA­Zyklus, KVP­Workshop, sieben Arten der Verschwendung)
  • Professionelle Arbeitsroutinen (z.B. Standardarbeitsblätter)
  • Visuelles Management (z.B. 5A – Ordnung und Sauberkeit)

2. Vorgehen bei der Einführung

  • Mitarbeitende gewinnen und aktivieren
  • Geeignete Methoden auswählen
  • Rolle der Führung
  • Erfolgsfaktoren bei der Implementierung

3. Aktuelle Themen

  • Altersgerechte Arbeitsplätze
  • Gesamtheitliche Gestaltung der Kapazitätsflexibilität
  • Mitarbeitende für Innovationen und Veränderungen motivieren
  • Big Data und KII