Innovationswerkstatt "zukunftsfähige Produktion"

im wirtschaftlich Produzierne im städtischen Umfeld

Im Rahmen der Initiative »Morgenstadt« forschen verschiedene Fraunhofer-Institute bereits seit einigen Jahren am Leben in der Stadt und daran, wie wir zukünftig leben. Dabei engagiert sich das Fraunhofer IAO, welches auch das »Morgenstadt«-Netzwerk koordiniert, auch im Bereich Produktion. Das Competence Team Digital Engineering unter der Leitung von Joachim Lentes forscht im Bereich »Urbane Produktion«.

Die Innovationswerkstatt »zukunftsfähige Produktion – wirtschaftlich produzieren im urbanen Umfeld« stellt den Abschluss des Innovationsverbunds »Urban Production« Phase I dar. Mit dem Abschluss wurden erreichte Ergebnisse innerhalb dieses eineinhalb Jahre Forschung vorgestellt und diskutiert. Dazu waren Akteure des Bereiches »Produktion im urbanen Umfeld« eingeladen. Abschließend wurden Impulse für eine zweite Phase durch einen interaktiven Workshop-Teil erarbeitet.

 

Begrüßung durch Prof. Wilhelm Bauer

Nach der Begrüßung der Teilnehmer führte Prof. Wilhelm Bauer, Leiter des Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), durch seine Key-Note in das Thema »Urbane Produktion« ein. In seiner Key-Note stellte er das Thema Digitalisierung als wichtigen Treiber und Befähiger vor. Denn die Gesellschaft wird sich durch die zunehmende Digitalisierung wandeln. Diese Wandlung zusammen mit den Megatrends wird signifikante Auswirkungen auf Städte und Unternehmen haben. Die Schnittmenge zwischen Unternehmen und Stadt, die Menschen verändern ihre Anforderungen und Vorstellungen. Zusätzlich stellte Prof. Bauer mögliche Ansätze um die Entwicklungen für die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit nutzbar zu machen aus dem Fraunhofer IAO vor.

Sichtweise der Stadt - Stadt Stuttgart

Frank Gwildis, Architekt und Stadtplaner, ist seit 2008 in der Landeshauptstadt Stuttgart im Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung für Stadtentwicklung mit Fokus Wirtschaft tätig. In seinem täglichen Aufgabenfeld ist er Projektleiter des Projektes »Entwicklung Wirtschaftsflächen Stuttgart«, in dem er auch das Symposium »Die Produktive Stadt« als Diskussionsplattform mit möglichen Impulsgebern organisierte. Er stellte die Sicht der Stadt Stuttgart vor und zeigte auf, dass die Stadt die Nachfrage an Flächen nur unzureichend befriedigen kann, da Flächen meist nicht in gewünschter Qualität oder ausreichender Nutzungsfähigkeit vorliegen. Im Rahmen des Projektes sind verfügbare Flächen sowie auftretende Anfragen analysiert und kategorisiert worden, um daraus Rückschlüsse für zukünftige Entwicklungen für Stuttgart abzuleiten. Als wichtige Erkenntnis sind die Notwendigkeit eines Flächenmanagements und die verstärkte Vernetzung mit dem Umland (angrenzende Landkreise) für effektive Flächennutzung hervorzuheben.

Vision als Antrieb für Weiterentwicklung im Großkonzern - AUDI AG

Die Audi AG ist innovatives Unternehmen bekannt. Besonders die Audi Urban Future Initiative ist ein herausragendes Beispiel dafür, sich frühzeitig mit neuen und innovativen Ideen zu beschäftigen und hat dazu eine Netzwerk von Experten aufgebaut. Felix Schwabe, seit 2009 bei Audi, ist Trendscout und Teil des Audi Urban Future Teams. Er ist dort der Vertreter der Produktion und koordiniert als Projektleiter Themen wie die »Audi Zukunftsproduktion 2030«. Auf dieser Grundlage stellte er Ergebnisse aus Analysen zur Veränderung der Automobilproduktion vor. Dabei bestätigten einige Themen Aussagen von Prof. Bauer. Aus den Analysen hat Audi zusammen mit verschiedenen Partnern, unter anderem auch dem Fraunhofer IAO, begonnen Szenarios und mögliche Lösungsansätze zu erarbeiten. Bei den Szenarios sind neben konkreten Projekten auch visionäre Ideen entstanden, die dem Audi-Vorstand auch als Grundlage für strategische Entscheidungen dienen können.

Aspekte der verträglichen, wettbewerbsfähigen Produktion konkret umgesetzt - Festo AG & Co.KG

Die Festo AG & Co.KG, Weltmarktführer im Bereich Automation und Pneumatik, stellte sich der Herausforderung eine neue Produktionsstätte aufzubauen. Christian Kubis, Leiter des Werksengineerings des neuen Produktionswerkes »Global Production Center Scharnhausen« und Kernteammitglied bei dessen Planung und Aufbau, berichtete von den Anforderungen, denen sich das Team zum Neubau in Scharnhausen gestellt hat. Zusätzlich stellte er Lösungskonzepte und für das neue Werk eingesetzte technische Lösungen vor, um die Anforderungen hinsichtlich Nachhaltigkeit, Effizienz, Mitarbeiterfreundlichkeit, Lean-Methoden und kostengünstiger Realisierung zu erfüllen. Er ging dabei insbesondere auf das notwendige Zusammenspiel von Maßnahmen ein, um die hohen Ziele zu erreichen.

Impulse aus der Forschung - Ergebnisse aus dem Innovationsverbund - Phase 1

Nach der Mittagspause führte Michael Hertwig, Mitarbeiter im Competence Team Digital Engineering bei Joachim Lentes, durch die Vorstellung von Projektergebnissen in den interaktiven Workshop-Teil ein. Durch die Vorstellung bereits erarbeiteter Ergebnisse aus dem Innovationsverbund »Urban Production« konnten Impulse in den Themenfeldern »Mobilität und Transport«, »Analysetools für Eignung von Produkt und Produktionsverfahren« und »Modellierung des System Stadt zur besseren Bewertung von Einflussgrößen.

Innovationsverbund - Phase 2

Der Innovationsverbund - Urban Production - startet am 1. Juli 2015 in Phase 2. Ziele sind die Platziung von BMBF-Anträgen mit Partnern. Zusätzlich wird der Austausch untereinander angeregt. Ergebnisse aus der Forschung werden auf Unternehmensanforderungen angepasst.